Hermes Trismegistos oder der ägyptische Gott Thot oder der griechische Hermes

6. Februar 2024 Von hkiefer 0

Wer war Trismegistos, war er der ägyptische Gott Thot oder der griechische Gott Hermes?

Wie dem auch sei, erhalten sind uns wunderbare und lehrreiche Schriften voller Weisheit, wie im berühmtesten Vortrag von Hermes Trismegistus dem Dreimaligen Großen mit Asklepios – Die vollkommene Rede
Hermes Trismegistos im Dialog mit Asklepius Gott der Heilkunst. Erhältlich im Buchhandel.

E-Book ePub ISBN: 9783757955038
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Softcover ISBN: 978-3-384-00808-4
Seiten: 120
Hardcover ISBN: 978-3-384-00809-1
Seiten: 152
Großschrift ISBN: 978-3-384-00810-7
Seiten: 188
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Hermes Trismegistos

Hermes Trismegistos

Hermes Trismegistos, eine ebenso mysteriöse wie fiktive Figur der Geistesgeschichte, vereint die Mythen zweier verschiedener Götter: Thot aus Ägypten und Hermes aus Griechenland. Trotz seiner Nichtexistenz wird die Hermetik, die in der Antike begann, bis heute weitergeführt. Renaissance-Philosophen betrachteten ihn als den Begründer der Philosophie, Freimaurer verehrten ihn als ihren Ahnherrn, und Aufklärer kämpften in seinem Namen für religiöse Toleranz.

Im alltäglichen Sprachgebrauch bezeichnet ‚hermetisch‘ etwas, das fest verschlossen ist, und Sprache oder Texte gelten als ‚hermetisch‘, wenn sie anfangs unverständlich sind. Auch wenn der Begriff seinen Ursprung im Geheimhaltungsethos hermetischer Schriften hat, verwenden Menschen ihn heute oft ohne Bezug auf Hermes Trismegistos und seine vermeintlichen Schriften.

Während einige den Hermetismus lediglich als die Geschichte der Alchemie verstehen, sehen Esoteriker und Okkultisten in ihm ein reiches Feld fragwürdiger Theorien. Für sie ist die hermetische Lehre eine Anschauung über übergeordnete Naturgesetze und platziert die Hermetik außerhalb der herkömmlichen Naturwissenschaften. Einige Anhänger glauben sogar, dass die Hermetik die Möglichkeit bietet, zukünftige Ereignisse vorherzusagen und die Realität durch Magie zu beeinflussen.

Ah, Hermes Trismegistos, die bezaubernde Chimäre der Geistesgeschichte! Diese legendäre Gestalt, halb Ägypter, halb Grieche, geboren aus der romantischen Liaison zwischen Thot und Hermes, hat die Welt mit einem Schleier mystischer und magischer Schriften umhüllt. Ein Phantom, so faszinierend wie ungreifbar, denn, gestatten Sie mir zu enthüllen, er hat nie die irdische Bühne betreten. Doch seine Schattenweben durch die Jahrhunderte, seine Existenz auf den Flügeln der Imagination.

In den heiligen Hallen der Renaissance preisten Philosophen ihn als den „Dreimal Großen Hermes“ an, den Urheber der Philosophie selbst. Freimaurer, jene Hüter verborgener Weisheiten, erklärten ihn zu ihrem Ahnherrn, während Aufklärer in seinem Namen für die Fahne der religiösen Toleranz kämpften. Eine farbenfrohe Palimpsest der Verehrung für eine Gestalt, die nie das Licht der Welt erblickte.

Das Alltagsgewand des Begriffs „hermetisch“ verhüllt etwas, das fest verschlossen ist, und Sprache wird als „hermetisch“ betitelt, wenn sie ihren Geheimnissen noch nicht preisgibt. Ein Etikett, abgeleitet von der Opulenz des Geheimnisses, das in den Schriften des Hermes Trismegistos tanzt. Doch die Menschen verwenden es heute leichtfertig, ohne sich der Quelle ihrer Worte bewusst zu sein.

Einigen mag der Hermetismus als bloße Alchemiegeschichte erscheinen, doch für Esoteriker und Okkultisten entfaltet sich ein faszinierendes Gewebe fragwürdiger Theorien. Sie betrachten die hermetische Lehre als eine Hymne an übergeordnete Naturgesetze, ein magisches Schisma, das die Hermetik außerhalb der akademischen Grenzen platziert. Einige träumen gar von Vorhersagen und der Macht, die Realität durch die magischen Fäden der Hermetik zu weben.

So tanzt Hermes Trismegistos weiterhin auf den Bühnen der Imagination, ein Phantom, das die Grenzen der Realität mit einem Hauch von Mysterium und Magie verziert.