Den Traum hatte ich an einem Nachmittag im Jahr 2002. Ich habe ihn notiert und zwei Kollegen erzählt, die dies als Spinnerei abtaten. Ich habe in diesem Kurztext den Originaltraum kursiv beschrieben, die anderen Texte und Interpretationsversuche habe ich nach und nach notiert.
„In 10 Jahren beginnt eine Art Übergangsphase, die ca. 25 Jahre dauern soll, wonach eine helle Ära beginnen soll, in der Friede, Empathie und Liebe an oberster Stelle stehen sollen. Bis dahin soll der Mensch von einer materiellen hin zu einer spirituellen Lebensweise gelangen. Gegen Mitte dieser Übergangsphase würden unerklärbare und bedrückende Situationen zu bestehen sein. Menschen, die sich von Friede, Empathie und Liebe leiten lassen, würden ohne größere Hindernisse in diese Phase übergeleitet. Es würden dies aber nur etwa 20 % aller Menschen schaffen.“
Folgende Fragen beschäftigen mich:
- Worin könnten die bedrückenden Situationen bestehen? Ich dachte als erstes an Krieg. Als zweites kamen mir Naturkatastrophen oder andere Ereignisse „höherer Gewalt“ in den Sinn. Technische Pannen, Unfälle, Versagen von Informatik etc. An Krankheiten dachte ich aber nicht.
- Was könnte gegen die Phasenmitte geschehen, das sich von der Zeit zuvor abheben soll?
- Wie ist das mit den 20 % zu verstehen? Was geschieht mit den 80 %?
In der Zwischenzeit hatte ich oft weitere Träume, die jedoch überhaupt nicht an diesen zitierten Traum anzudocken schienen. Erst lange Zeit später erreichten mich Erinnerungen an Geträumtes durch Déjà-vus.
Da handelte es sich z. B. um Konstatierungsphase, Umkehrphase, Klärungsphase und Konsolidierungsphase. Wenn ich diese versuchte genauer zu verstehen, kam ich auf Folgendes:
- Konstatierung: Feststellen, Status bestimmen
- Umkehr: Richtungswechsel um 180°, Spiegelung, Verdrehung, Verunsicherung
- Klärung: Bestimmung, Neubestimmung, Verlauf beobachten
- Konsolidierung: Bereinigung, Verfestigung, Urteile fällen
Diese vier Ausdrücke begleiteten mich nicht selten in Träumen, die mir im Jahr 2020 in z. T. anders thematisierten Traumereignissen begegneten.
Ich habe nun versucht, diese vier Phasen in der genannten Reihenfolge auf die Ereignisse seit 2012 zu verteilen und stelle für mich persönlich fest, dass sich durchaus ein Sinn ergeben könnte, nämlich:
- 2012–2019: Konstatierung Die Merkmale einer zunehmenden Umweltzerstörung, die Müllbelastung, die Klimaveränderung, die massive Zunahme der Informatik und Robotik etc. beschäftigten mich von Jahr zu Jahr stärker.
- 2020–2027: Umkehrphase oder Inversion Geltende Werte werden ins Gegenteil gewendet: demokratische Entscheidungen weichen autokratischen (Sondervollmachten von Regierungsbene), unantastbare Menschenrechte drohen zu verschwinden (z. B. evtl. Impfzwang oder Impfpflicht), Virusträger und Erkrankte können zu Schuldigen (Tätern) werden, logische Gedankengänge können invertiert resp. ausgeschaltet werden (z. B. Maskentrage-Obligatorium in freier Landschaft usw.), wichtige zwischenmenschliche Bedürfnisse (z. B. Umarmen, Kuss), die zum seelischen Wohlbefinden helfen, sind zu unterlassen usw.
- 20??–20??: Klärungsphase Welche alten Werte taugen noch, welche neuen Werte werden auftauchen, auf welcher Ebene soll das private, familiäre und gesellschaftliche Leben stattfinden? Wie soll es weitergehen?
- 20??–2037: Konsolidierung Die neue Gesellschaft formiert sich, wer kommt mit, wer scheidet definitiv aus? Möglich, dass Gerichte zu entscheiden helfen.



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