Wirklichkeit schamanischer Reisen

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Spirituelle Reisen in eine andere Welt sind jedem Menschen, der sich mit Mystik beschäftigt, vertraut. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um einen Schamanen, Christen oder Vertreter/in einer anderen Religion / Philosophie handelt. So ist auch von Mohammed, dem Propheten des Islam, mindestens eine spirituelle Reise überliefert.  Auf einem weißen, geflügelten Pferd ritt er eines Nachts von der Kaaba in Mekka nach Jerusalem und von dort weiter durch Hölle und Himmel. Für ihn selbst war diese Nachtfahrt, es ist die 17. Sure des Korans, „real“ (Muhammad al ibn Koreisch: Der Koran). Und das steht auch in keinem Widerspruch zu den Beteuerungen seiner Gattin, er habe die ganze Nacht zu Hause in seinem Bett verbracht.
Wie real schamanische Reisen sind, belegen ihre Wiederhol- und Reproduzierbarkeit. Zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen erlebten und erleben Schamanen auf ihren Reisen grundsätzlich Gleichartiges. Es gibt tatsächlich eine ganz Reihe von Bereichen, die früher oder später jeder schamanisch arbeitende Mensch kennen lernt. Das sind: die untere und obere
Welt, das große Nichts, die Höhle der verlorenen Kinder, das Grenzgewässer zum Reich der Toten, eine weite, ruhige grüne Tallandschaft und noch vieles mehr ….
Bereisen erwachsene Menschen solche nicht alltäglichen Szenarien zum ersten Mal, sind sie hinterher im Allgemeinen sehr erstaunt und halten das subjektiv Erlebte für Früchte ihrer eigenen Phantasie. Doch bereits in einem schamanischen Basisseminar mit etwa zehn Personen lassen sich interessante Vergleiche ziehen (Felicitas Goodman: Trance der uralte Weg zum religiösen Erleben; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1992 und Felicitas
Goodman: Wo die Geister auf den Winden reiten. Trancereisen und ekstatische Erlebnisse; Verlag Hermann Bauer KG, Freiburg im Breisgau 1993). Es sind erstaunlich viele Übereinstimmungen bei allen Teilnehmern zuerkennen, die durchaus vergleichbar mit Reiseberichten von Stammesschamanen aus fremden Kulturen sind.

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