Der Schamane und die Natur

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Im Schamanismus gibt es keine Trennung von Mensch und Natur. Für den Schamanen ist der Mensch ein Teil von der Natur. Ja noch mehr in jedem Menschen steckt so etwas wie ein schlauer Fuchs, ein starker Löwe, die Standfestigkeit von einem Baum oder die Wendigkeit von Wasser, die Leichtigkeit von Luft in unterschiedlichen Graden. Für den Schamanen sind wir zum einen Teil Erdlinge, also Wesen, die sich von der Erde ernähren, von allem was auf ihr wächst und somit sind wir unser Körper ein Teil der Erde.

Bereits in der Genesis 1.Mose 3:19 taucht der Satz auf: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ Und in 1.Mose 2:7 wird überliefert: „Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“

Die Verbundenheit mit allen Elementen, mit der Erde, Feuer, Wasser, Luft, Äther, so wie die Verbundenheit mit dem Reich der Pflanzen, der Tiere und der Spirits, der geistigen Wesen ist ein zentraler Kern des Schamanismus. Krafttiere, Pflanzen, geistige Helfer unterstützen den Schamanen bei seiner Arbeit, bei der er tief mit ihnen verbunden ist und zu diesen reist oder diese um Hilfe bittet.

Was Schamanen und Schamaninnen schon seit Jahrtausenden wissen und mit diesem Wissen arbeiten, entdecken jetzt auch Hirnforscher, Neurologen und haben Erkenntnisse gewonnen, dass zwischen Tier- und Pflanzenwelt kaum Unterschiede zu sehen sind, so auch Dieter Volkmann, emeritierter Professor der Universität Bonn.

 

 

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